All Those Ugly Lies – Teil 21

Sadie

Ich nahm das Brett und benutzte das Messer, um das geschnittene Fleisch in die Pfanne zu schieben. Es prickelte in meinem Nacken. Sofort wusste ich, dass Palmer da war.
Aufgrund der Geräusche in der Küche hatte ich ihn nicht kommen hören, doch das änderte nichts daran, dass ich auf merkwürdige Weise dazu in der Lage war, seine Anwesenheit zu spüren.
Als ich mich umdrehte, lehnte er mit verschränkten Armen am Türrahmen und lächelte mich an.
»Ich glaube, daran könnte ich mich gewöhnen.«
»Man sollte meinen, drei Wochen sind lang genug, damit du dich an dein Dienstmädchen gewöhnt hast«, erwiderte ich.
Er lachte und kam näher. »Niemand zwingt dich, zu kochen.«
»Irgendeine Beschäftigung brauche ich, wenn ich schon nicht vor die Tür kann.«
»An Beschäftigungsmöglichkeiten besteht kein Mangel.« Palmer trat hinter mir und schaltete den Herd ab.
Ich wollte protestieren, doch seine Lippen fühlten sich so gut in meinem Nacken an, dass ich vergaß, was ich hatte sagen wollen.
Inzwischen hatte ich mich daran gewöhnt, bei Palmer zu sein, obwohl es nach wie vor ungewohnt war, nicht vor die Tür zu gehen. Doch zum ersten Mal seit einer langen Zeit fühlte ich mich erleichtert. Ich musste nicht länger schauspielern oder etwas vortäuschen, das gar nicht existierte. Wie lange hatte ich damit zugebracht, eine Beziehung zu führen, die eigentlich keine war? Ich hatte Mathis nicht geliebt. Es war nur in einem Moment die richtige, rationale Entscheidung gewesen: nett und attraktiv, meine Eltern hatten ihn gemocht und wir teilten die Leidenschaft für Wein. Es erschien mir damals das Richtige zu sein, seinen Heiratsantrag anzunehmen, weil man das eben so machte.
Dabei hatte es mich innerlich jeden Tag ein bisschen mehr getötet.
Palmer war das genaue Gegenteil von Mathis. Er versuchte gar nicht erst, mich für sich zu gewinnen, und gab nicht einmal vor, sich für Wein zu interessieren. Trotzdem hatte ich mit ihm in den letzten Tagen mehr interessante Gespräche geführt als ich es je mit Mathis getan hatte.
Palmer war in der Lage, mir meinen Seelenfrieden zurückzugeben, obwohl mich sein Beruf und sein Verhalten eher in Panik hätten versetzen sollen.
Ich hatte keine Zeit mehr, darüber länger nachzudenken. Palmer packte meine Schulter und drehte mich zu sich um, bevor er mein Gesicht mit beiden Händen umfasste. Seine Lippen berührten meine, er schob seine Zunge in meinen Mund und nahm sich, was er wollte.
Palmer zögerte nie. Er hinterfragte nicht, was er tat, und er lieferte keine Rechtfertigungen oder gar Entschuldigungen. Er nahm und nahm und nahm.
Für mich war das in Ordnung, denn ich hatte mir lang genug den Kopf darüber zerbrochen, was ich wollte, und was richtig oder falsch war. Palmer ließ mir keine Wahl und darüber war ich sehr froh.
Er zog mich näher an sich, ließ mich die Härte seiner Erektion spüren. Mein Unterleib reagierte mit einem sehnsüchtigen Ziehen, während der Kuss meine Sinne benebelte. Mathis war kein solch guter Küsser gewesen.
Palmer ließ mein Gesicht los und schlang die Arme um mich, damit er mich noch fester an sich pressen konnte. Dabei unterbrach er nicht einmal den Kontakt zu meinen Lippen. Er war so fordernd und besitzergreifend – und es gefiel mir.
Seine Finger flochten sich in mein Haar, er zwang meinen Kopf nach hinten. Der Zug an meiner Kopfhaut sandte ein aufregendes Prickeln durch meinen Körper, die bittersüße Mischung aus Schmerz und purer Lust.
Ich wimmerte an seinen Mund und rieb gleichzeitig mein Becken an ihm.
Bei Mathis hatte ich immer raten müssen, was er eigentlich wollte, da er es nie klar kommuniziert hatte. Es war unglaublich anstrengend gewesen, alles hinterfragen zu müssen, weil ich nie gewusst hatte, ob er mir bloß einen Gefallen hatte tun wollen oder hinter seiner Handlung stand.
Mit Palmer war mir in diesem Moment zu 99 Prozent klar, dass er Sex wollte. Das fehlende Prozent basierte auf Palmers sadistischer Ader. Ihm war zuzutrauen, mich erst heiß zu machen und dann fallen zu lassen.
Dafür wusste ich aber, dass er mir einhundertprozentig wehtun würde, sollten wir Sex haben – und ich würde voll auf meine Kosten kommen.
Palmer löste sich von mir und zog ein schwarzes Tuch aus der Tasche seiner Jeans. Sofort beschleunigte sich mein Herzschlag. Ehe ich auch nur die Gelegenheit hatte, nach dem passenden Protest zu suchen, legte Palmer mir die Augenmaske an.
Die Küche verschwand hinter absoluter Finsternis. Der schwere Stoff ließ nicht einen Funken Licht durch.
Dafür wurden meine anderen Sinne geschärft. Ich spürte Palmers Anziehungskraft wie einen Magneten. Seine Nähe löste ein elektrisierendes Kribbeln auf meiner Haut aus. Ich konnte seinen Duft riechen und die Hitze seines Körpers fühlen.
Er zeichnete meine Kurven nach, bevor er begann, mich auszuziehen. Ich biss mir auf die Unterlippe und wartete geduldig, bis er etwas sagte. Die Spielregeln waren mir oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich, weshalb ich gelernt hatte, mich lieber zu gedulden, statt Palmer einen weiteren Grund zu bieten, mich zu bestrafen.
In der kühlen Luft der Küche wurden meine Nippel sofort hart. Ich musste mich auf Palmers starken Schultern abstützen, als er vor mir in die Knie ging, um mir das Höschen auszuziehen, das ich unter dem dünnen Sommerkleid getragen hatte.
Er richtete sich wieder auf und streichelte meine Brüste. Federleicht glitten seine Finger darüber, umkreisten die Nippel, ehe er die Hände um meine Titten legte und sie wog und knetete.
Nach einer Weile setzte er die Erkundung fort, fuhr über den Bauch nach unten, bevor er einen Finger in meine Pussy gleiten ließ.
Für einen kurzen Moment wurden meine Knie weich. Mir war klar, dass ich nach wie vor in der Küche stand, doch ich war so berauscht – genauso gut hätte ich auf einem anderen Planeten sein können. Zumindest fühlte es sich himmlisch an.
Der Hieb auf meinen Po kam unerwartet und ließ mich nach Luft schnappen, was Palmer ein leises Lachen entlockte. Ich ballte die Fäuste, wappnete mich für den nächsten Schlag, der allerdings nicht kam. So leicht würde Palmer es mir nicht machen.
Stattdessen nahm er meine Handgelenke. »Hände hinter den Rücken«, befahl er. »Und lass sie dort.«
Die Warnung war nicht zu überhören. Mein Magen machte einen Satz. Palmer nutzte die Sekunde, in der mein Gehirn mit seinem Befehl beschäftigt war, um einen weiteren Schlag auf meinem empfindlichen Hinterteil zu landen. Er hatte gewartet, bis mein Schutzschild verschwunden und ich nicht länger gewappnet war. Es brannte wie Feuer.
Palmer kratzte über die erhitzte Stelle. Ich stellte mir vor, dass vermutlich ein roter Handabdruck dort prangte, den er gerade mit seinen Nägeln malträtierte.
Als er endlich von mir abließ, zitterte ich vor unerfüllter Begierde. Palmer legte die Hand auf meinen unteren Rücken und drängte mich vorwärts. Ich hatte eine Ahnung, dass er mich zum Küchentisch dirigierte. Dabei raschelte es verdächtig. Kleidung fiel zu Boden. Sofort klopfte mein Herz schneller. Palmer zog sich aus, was bedeutete, dass er mich wirklich vögeln würde. Besonders auf das Klappern seiner Gürtelschnalle reagierte ich, meine Pussy wurde feuchter.
Ohne Vorwarnung packte er meine Hüften und setzte mich auf die Tischplatte. Unsicher, was er vorhatte, verharrte ich regungslos. Palmer schob meine Oberschenkel auseinander, streichelte die Innenseiten und glitt dabei immer höher.
»Magst du es, wenn ich dich anfasse, Sadie?«, wollte er wissen und drückte den Daumen gegen meine Klit.
Bunte Funken zerstoben hinter meinen geschlossenen Lidern, ich wimmerte.
»Ja oder nein? Ich will eine Antwort.« Er garnierte seine Forderung mit einem Schlag auf meinen Schenkel.
»Ja.«
»Besser«, lobte er und ließ den Daumen erneut über meine empfindlichste Stelle kreisen. »Ich mag es zufällig auch, wenn du mich anfasst. Willst du mich anfassen, Sadie? Willst du meinen Schwanz berühren?«
»Ja.« Dieses Mal zögerte ich nicht.
»Dann tu es.«
Ich streckte den Arm aus, bis ich warme Haut und feste Muskeln spürte. Mit der Fingerspitze zeichnete ich seine Bauchmuskeln nach, fuhr immer weiter nach unten, bis ich die Hand um seinen Schaft schloss. Palmer zog scharf Luft ein, als ich zudrückte.
Ich massierte seine Länge, konnte den feuchten Tropfen auf der Kuppe fühlen und verteilte ihn mit dem Daumen.
Er ließ mich nicht besonders lang gewähren, ehe er meinen Oberkörper nach hinten drückte und meine Schenkel weiter spreizte. Mit einem Stoß versenkte er sich bis zum Anschlag in mir.
»Oh fuck«, keuchte ich.
Palmer bewegte sich sofort langsamer, um mich zu quälen. »Das magst du, nicht wahr? Wenn ich dich mit meinem harten Schwanz ausfülle?«
»Jajajajajajaja …« Ich drückte den Rücken durch, presste mich ihm entgegen und bettelte ohne Worte um mehr.
Seine Hand legte sich um meine Kehle, während er mich härter fickte. Dann spürte ich seine Lippen am Ansatz meiner Brüste und wappnete mich. Obwohl ich instinktiv geahnt hatte, dass er mich beißen würde, schoss der Schmerz wie eine Explosion durch meinen Körper. Eine Explosion, die direkt in meine Klit fuhr.
Der Orgasmus baute sich rasend schnell auf, raubte mir beinahe den Verstand. Palmer leckte über den Abdruck seiner Zähne und hielt mich mit der Hand an meinem Hals unten. Ich zuckte, wollte mich aufbäumen und begann, unkontrolliert zu zittern.
»Genau so, Baby«, flüsterte Palmer und legte noch einmal an Tempo zu.
Haut schlug gegen Haut, der Tisch bebte unter der Intensität unserer Bewegungen, das Holz scheuerte an meinem Rücken.
»Nicht aufhören«, flehte ich. »Nicht aufhören.« Meine Hände ballten sich zu Fäusten, meine Zehen krümmten sich.
Als ich kam, bedeckte Palmer meinen Mund mit seinem und raubte mir das letzte bisschen Atem.
Meine Pussy krampfte rhythmisch und zog sich eng um Palmers Schwanz zusammen. Er stieß ein animalisches Knurren an meinen Lippen aus, während ich spürte, wie er in mir zuckte und sein Sperma tief in mich pumpte.
Ich war gerade erst wieder auf der Erde gelandet, als Palmer sich aus mir zurückzog. Ein zufriedenes Lächeln umspielte meine Mundwinkel, weil ich mir dachte, dass Palmer nicht der Einzige war, der sich an unser Zusammenleben gewöhnen konnte. Ich wollte die Hand heben, um die Maske zu lösen.
Sein eisenharter Griff an meinem Handgelenk kam unerwartet. Ich schluckte.
»Habe ich gesagt, dass du dich bewegen darfst? Habe ich dir signalisiert, dass ich fertig bin mit dir?«
Meine Stimme versagte beinahe. »Nein.«
»Dann leg dich lieber wieder hin und spreiz deine Beine für mich, mein kleines Spielzeug …«